KompAss
Verbesserte Berufsorientierung durch Kompetenz- Assessment
Kompetenz- Assessment an Kölner Schulen
Individuelle Berufsorientierung und Förderung von Schüler/innen mit dem Ziel der gezielten Planung passender Perspektiven im Übergang Schule – Beruf ist effektiv, wenn sie prozessorientiert und systematisiert statt- findet. Grundlage für die Planung und Förderung ist die Analyse der Interessen, Stärken und Kompetenzen der Jugendlichen. Als günstiger Zeitpunkt bietet sich die 8.Klasse an: der Abschluss der jeweiligen Schule, aber auch noch genügend Zeit, eine gezielte Förderung einzuleiten.
Fähigkeiten systematisch erfassen….
KompAss erhebt die berufsbezogenen Interessen und Kompetenzen mit standardisierten Tests und Assessment – Verfahren. Fünf freie Träger der Jugendhilfe (Internationaler Bund Soziale Dienste GmbH, Jugendhilfe Köln e.V., Jugendwerkstatt Köln-Klettenberg e.V., Jugendwerkstatt Porz, Netzwerk Soziale Dienste und Ökologische Bildungsarbeit e.V.) führen KompAss durch und verwenden dabei Teile oder ganze Module der Verfahren „hamet2“, „Diatrain“, oder „Start“.
13 beobachtbare Merkmale aus den Bereichen personale Kompetenz, berufsbezogene Kompetenz und soziale Kompetenz sind festgelegt. Mindestens 8 Merkmale müssen bei der Durchführung erfasst werden, wobei jeder der drei Kompetenzbereiche einbezogen sein muss.
Die Durchführung der Kompetenzerhebung erfolgt an einem Tag in den Werkstätten der durchführenden Einrichtungen/Jugendwerkstätten. Der Termin wird mit der Schule vorher vereinbart. Zeitnah, findet in der Schule ein Auswertungsgespräch mit der/dem Jugendlichen statt. Dabei wird ein „Kompetenzprofil“ ausgehändigt und ein Feedback über das Beobachtete gegeben. Zu dem Auswertungsgespräch werden auch die Eltern eingeladen, ebenso wie eine Lehrkraft und /oder eine sozialpäda- gogische Fachkraft – je nachdem, wer die vertrauensvollste Beziehung zur/zum Jugendlichen im Prozess der Berufsorientierung in der Schule hat. Das ausgehändigte „Kompetenzprofil“ kann die/der Jugendliche in den „BerufswahlpassPlus“ einheften und bei künftigen Bewerbungen, z.B. für einen Praktikumsplatz, einbringen.
….und Kompetenzen individuell fördern
Ein wichtiger Schritt hin zur Aktivierung der Potentiale und der Selbst- organisation der Jugendlichen ist die „Lernvereinbarung“, die individuell zwischen Schüler/in und den begleitenden Personen ausgehandelt wird. Sie ist verbindlich – verstärkt durch die Unterschriften und wird nach einem abgesprochenen Zeitraum evaluiert.
Neben der individuellen Auswertung erfolgt ebenfalls eine Reflexion über die Ergebnisse im Gesamten zwischen Schule und durchführender Institution. Gemeinsam werden unterrichtliche Förderangebote initiiert und die Möglichkeiten außerschulischer Förderung überlegt und ggf. geplant. Die Eltern werden direkt oder über (interkulturelle) Einrichtungen und Beratungsstellen aktiv einbezogen.