
Erwachsenenpädagogische Beiträge zur sozialräumlichen Diagnose und Förderung nachhaltiger Motivations- und Beteiligungsstrukturen im Grundbildungsbereich
Im Zentrum des Forschungsinteresses stand die Frage, wie die gesellschaftlichen Teilhabekompetenzen von Adressaten der Grundbildung vertieft und erweitert werden können. Von besonderem Interesse war es dabei, die sozialräumlichen Ressourcen für eine nachhaltige Bildungs- beteiligung zu erfassen und in Verbindung mit einer Optimierung zielgruppenspezifischer Beratungs- und Lernangebote pädagogisch zu erschließen.
Arbeitsschwerpunkte
Auf der analytischen Ebene ging es um die Erfassung und Typisierung der Lern- bzw. Aneignungsvoraussetzungen der untersuchten Adressaten der Angebote ‚Deutsch für Deutschsprachige’ sowie ‚Deutsch als Fremd- sprache’. Die Analyse nahm zum einen die biografische, familiale und migrationsspezifische Sozialisation in den Blick, zum anderen wurden sozialräumliche Charakteristika diagnostiziert und deren Interdependenz zur untersuchten Populationen reflektiert. Darüber hinaus wurden Forschungszusammenhänge über zielgruppenspezifische Zugangs- hemmnisse, Kursabbruchmotive und Beteiligungsanreize ermittelt.
Die adaptive Ebene beschreibte die Forschungsarbeiten, die sich auf die Sichtung und Rezeption von internationalen Grundbildungskonzepten beziehen.
Mit der evaluativen und operativen Ebene wurden die Untersuchungs- schritte und Entwicklungsarbeiten angesprochen, die sich unmittelbar auf das konkrete Beratungs- und Vermittlungsgeschehen bezogen. Hier ging es um die Evaluierung bestehender Beratungs- und Vermittlungsarbeit und um die Entwicklung von zielgruppenspezifischen Beratungs- und Förderan- sätzen zur Erhöhung und Intensivierung der (Grund-) Bildungsbeteiligung.
Forschungsziele waren: Die Erhöhung der Lernerfolge und die Verringerung der Abbruchquoten, die Generierung beteiligungsfördernder Kontexte für eine erfolgreiche Grundbildungsarbeit und die Gewinnung neuer Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch gelungene Ansprache.